Die Hexensage
Um das Jahr 1590 wurden vier Frauen aus den Gemeinden Rangendingen, Sickingen und Bechtoldsweiler beschuldigt, auf dem Gewann „Schöner Rain“ bei den alten Eichen Hexentänze und Teufelsbeschwörungen abgehalten zu haben. Eine der Frauen war die Bechtoldsweilemerin Madlene Arnott. Sie wurde beschuldigt, Buhlschaft mit dem Teufel betrieben zu haben, und durch ihre Rituale bei den Eichen habe sie den fast vergessenen Waldschrat aus seinem Bann befreit, um mit seiner Hilfe das Volk zu verhexen.
Madlene Arnott wurde zusammen mit Margarete Haug aus Sickingen, Anna Oster und Katarine Clan, beide aus Rangendingen, der Hexerei bezichtigt und im Jahre 1595 zur Richtstätte am Heilig Kreuz geführt und durch das Feuer, vom Leben zum Tod als Unhold, lebendig zu Pulver und Asche verbrannt und hingerichtet.
Madlene Arnotts Geist wurde im Gewann „unter der Grube“ immer wieder gesehen. Alsbald wurde ihr Geist als Grubenweible bezeichnet. Der Sage nach heißt es, sie habe vorübergehend die Leute begleitet und verhext, so daß sie irre gegangen seien.
Wenn man heute in den Waldgewannen Nonnenwald – Mönchswald – Hofstätten und Azelisgärten – Schönrain verweilt, so kann es einem sein, als ob man Schritte und Schreie hört, und doch ist niemand in der Nähe.